Bananabread! 07.10.2013

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Bananabread! 07.10.2013

Ha! Aber am Freitag hat sie sich bei einem Freund mit einer ganz gemeinen Augenentzündung und einem Schnupfen angesteckt. Jetzt leidet die Kleine mit einem verklebten, ekeligen Auge und einer Rotznase. Dabei ist die kommende Woche ganz wichtig für uns. Oder wahrscheinlich eher für mich! Ilvie kommt in den Kindergarten und in drei Wochen geht meine Karenzzeit zu Ende und ich beginne wieder zu arbeiten.  Das ist also unsere letzte Woche gemeinsam: gemütlich Morgens ohne Stress aufstehen, unsere morgentliche Entdeckungstour durch die Nachbarschaft mit Kaffee trinken, Croissant essen und Spielplatz gehen. Ich weiß:  ich bin gerade theatralisch, aber ich kann nicht glauben, dass mein 17 Monate altes Mädchen jetzt schon weg von mir soll und wir einfach nicht mehr 24 Stunden und sieben Tage die Woche zusammen sein können.

Ja! Ich weiß: Kindergarten wird super für sie! Neue Kinder, soziale Kompetenz … und ja! auch für mich wieder ein bißchen mehr Selbstständigkeit, vielleicht so gar mehr Zeit für mich!

Bevor sie geboren wurde war ich noch eine der Frauen die immer gesagt hat: so schnell wie möglich in den Kindergarten! Und ich so schnell als möglich zurück in die Arbeit. Aber je näher dieser Tag X kommt, desto mehr möchte ich mich mit ihr unter eine Decke verkriechen und sie festhalten und beschützen bis sie mindestens dreissig ist. Scheisse! Mir steigen schon wieder die Tränen in die Augen.

Ich bin einfach ganz anders aufgewachsen: meine Mama hat zwar immer gearbeitet, aber da ich (wir) in einem grossen Gasthof aufgewachsen sind war sie eben auch immer da. Und in den Kindergarten bin ich überhaupt erst mit vier oder fünf. Klar, dass ich dort sowieso schon fast jedes Kind kannte; immer allein zu Fuss hingehen konnte und das wunderschöne alte Holzhaus mit dem großen Garten einfach ein schöner Ort war. Überhaupt: das Dorfleben! Mit drei Jahren habe ich mich einfach von der Mama verabschiedet und bin zu meiner Oma spaziert oder zu Freunden gegangen.

Meine Freundin Elke, deren Tochter Lola inzwischen schon sechs (oder doch sieben?) ist, hat mir schon erzählt wie wichtig und schwierig aber auch unbedingt notwendig dieses Loslassen ist (ha! und das hört ja nicht auf!). Aber wie lässt man sein Kind los? Elke hat, als ihre Tochter mit einem Jahr ganztags in den Kiga und sie arbeiten ging, zwei Wochen lang jeden Tag im Auto geweint, als sie die Kleine (die dort sehr sehr glücklich war) abgegeben hat. Steht mir das auch bevor?

Bitte: wie lässt man sein Kind los?

Egal. Wieder zum Essen!

Auf jeden Fall brauchte der Sonntag einen Kuchen!  Beim „Feinkoch“ ist gerade unser (also genauer gesagt Sarahs) Bananabread Rezept erhältlich! Aber ich habe mein Eigenes und das schnell nachgebacken.

Bananabread

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Zutaten:

2 Eier

80 ml Buttermilch

110 ml  Rapsöl

2 zergatschte Bananen

150gr brauner Zucker

350gr Mehl

1/2 TL Salz

1 TL Natron (bitte nicht durch Backpulver ersetzen – Buttermilch braucht Natron)

eine Handvoll gerösteter Pekannüsse (muss nicht sein; könnt ihr auch durch andere Nüsse ersetzen)

1 TL Zimt

 

Ofen auf 165 Grad vorheizen

1. Die trockenen Zutaten vermischen

2. Die Eier leicht mit dem Öl und der Buttermilch verquirlen; dann die zergatschten Bananen dazu geben und noch mal – am Besten mit einem Hölzlöffel – grob vermischen. Dann die trockenen Zutaten und die Nüsse dazu geben.

3. Eine Kastenform mit Butter einfetten (ich gebe eingentlich immer Backpapier auf den Boden) und den Teig hineingeben. Gleichmässig verteilen. Für ca. 50 Min im Ofen backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Wir haben ihn gestern ganz pur genossen; ihr könnt aber natürlich ein Creamcheesefrosting darüber geben oder vielleicht einfach etwas Schlagsahne und Karamell?

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Bäckerin Sarah hat übrigens eine so grossartige Tarte gemacht die wir unbedingt wieder auch für Euch backen müssen: Pekanmürbteigtarte mit einer Kokos-Weisse-Schokolade-Ganache und dunkler Schoko. Ein Traum.

Der Herbst ist da! Und laut Zeitung soll am Mittwoch der Winter beginnen? Sag: spinnen die?

eure Isabel

 

 

2 Kommentare
  • mareike Oktober 28, 2013 um 8:59 pm

    Liebe isabel!
    Mir gehts grad genauso….meine tochter ist 17 monate und fängt im kindergarten an.sie ist mein drittes kind und ich dachte,das wird easy!kennt ja den kiga schon von den großen und so!pustekuchen!riesendrama und geschrei und ständig krank!ich hab auch schon heulend im auto gesessen!aber es wird besser!!!jetzt ist sie so gut draufwenn ich sie hole und ich hab endlich das gefühl,dass es ihr gut tut-nicht nur mir.und ich merke:ich bin viel lockerer jetzt nachmittags!es tut uns allen gut!
    Ich drück dir die daumen,dass es auch bei euch bald gut ist und du dieses neue sück freiheit genießen kannst!alles liebe wünscht mareike

    • Guerilla November 3, 2013 um 5:59 pm

      liebe mareike, danke für die lieben worte. ilvie startet morgen schon in ihre vierte kindergartenwoche und ich kann gar nicht glauben wie toll sie das macht! hat nicht einmal geweint, durfte am dritten tag schon zwei stunden alleine bleiben und inzwischen isst sie schon dort. jeden tag, wenn ich zu ihr sage, dass wir in den KIGA gehen strahlen ihre augen. so schön zu sehen und es macht es mir leichter los zu lassen. es geht ihr gut :) die werden so schnell „gross“! liebe grüsse! isabel

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