Betonküche. 15.11.2013

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Betonküche. 15.11.2013

Ich liebe, LIEBE es nämlich Zeit allein zu verbringen. Nein, Blödsinn ich muss Zeit allein verbringen, sonst platzt mir ganz schön schnell der Kragen. Je näher also der Umzug kam, desto nervöser wurde ich und die Stimme in meinem Kopf immer lauter: „Jetzt fängt der Ernst des Lebens an“ „Hoffentlich hab ich dann noch genug Zeit allein“ „Oh mein Gott, was wenn wir uns nur nerven und eigentlich überhaupt nicht zusammen passen?“.

Ich musste also dringend beruhigt werden und habe im Freundeskreis angefangen zu recherchieren.  Folgende Tipps habe ich bekommen bzw. mir gemerkt:

1.    Gleich am Anfang ausmachen wer für was im Haushalt zuständig ist → weniger Streit
2.    Viel mit Freunden machen.
3.    Gleich ansprechen wenn einen etwas stört und nicht in sich reinfressen und dann auf einmal ausflippen
4.    Nicht nur Abends daheim zu zweit rum sitzen, sondern so oft wie möglich „Date Nights“ haben

Da kam mir die Betonküche natürlich gerade mehr als nur recht. Ich gehe nämlich nicht so gern aus und auch nicht unbedingt gern was trinken, denn von Alkohol wird mir leider innerhalb von kürzester Zeit kotzübel. Aber Essen gehen ist eins meiner größten Hobbies. Also hab ich uns schnell für den Abend mit der Mamsell angemeldet (ich bekomme ja immer voll den Stress wenn es wo „first come, first serve“ gibt – habe immer Panik zu spät zu sein). Date Night here we come. Lippenstift. Haare geföhnt. Volles Programm.

Diesmal ist die Betonküche in einem wunderschönen alten Loft (war wahrscheinlich mal eine Fabrik) im siebten Bezirk. Und ich habe mir fast denn ganzen Abend in meinem Kopf ausgemalt wie ich das Loft einrichten könnte wenn es meins wäre, also wie wir es einrichten würden natürlich. Die Jungs von der Betonküche haben es wieder einmal geschafft aus diesem alten, etwas heruntergekommenen, kalten Fabrikloft ein wunderschönes, lässiges, kühles Pop-up Restaurant zu zaubern. Und die liebe Nora hat uns mit 5 großartigen Gängen verwöhnt. Ich habe das beste Schwarzbort und den besten Roten Rübensud meines Lebens gegessen und mein Freund war mehr als zufrieden und schwärmt heute noch von Noras Essen. Neben uns saß ein sehr sympathisches Vorarlberger Pärchen (bei der Betonküche sitzt man meist neben Fremden was mich am Anfang immer etwas nervt – man weiß ja nie wer einem da Gegenüber sitzt- aber bis jetzt haben wir immer nur sehr interessante und liebe Menschen kennen gelernt), mein Freund war sehr glücklich, dass ich ihn ausgeführt habe und ich konnte mich endlich mal selber von Mamsell’s Kochkünsten überzeugen lassen.

Hier ihr Menü:

•    Schwarzbrot mit Eierspeis
•    Gebeizter/Geflämmter Seesaibling mit Sellerie- Apfelpüree und Haselnüssen
•    Erdäpfel-Blunzenravioli im Rote Beetesud mit Grammeln, Knoblauch und Majoran.
•    Gefüllte Kalbsbrust mit Hokkaidokürbis und Babykräuterseitlingen
•    Buttermilchgrießflammerie mit Quitten und Marshmallow

Wir kochen übrigens am 23. November ein vegetarisches acht Gänge Menü in der „Betonküche“.

eure Sarah

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