Rezepte

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Weihnachtsmenü – sechster Gang. 23.12.2013

Unser persönliches Weihnachtsmenü, dass sich der Mann ausgesucht hat und kochen wird:

Griesnockerlsuppe

Wildschwein-Rotwein Braten mit Steinpilzservietenknödeln und Rotkraut mit Äpfeln

Schokotörtchen Galore!

In der Betonküche war unser Menü rein vegetarisch, und das finde ich persönlich gut so. Keiner in unserer Familie ist wirklicher Vegetarier, obwohl ich in der Pupertät mal zwei Jahre überhaupt kein Fleisch gegessen habe, was für meine Grossmutter (Metzgerstochter!!!) unbegreiflich war. Immer hat sie versucht mir  zumindest Huhn anzudrehen: „Das ist doch kein Fleisch!“

Inzwischen würde ich sagen sind wir sehr sehr selten Fleischesser oder Teilzeitvegetarier? Ich würde sagen, dass ich maximal alle zwei Monate mal Fleisch zu mir nehme und mir fehlt auch ehrlich gesagt gar nix. Auch nicht beim Hauptgang! Ich liebe rote Beete: so abwechslungsreich! So gut! So lange unterschätzt! Ein perfekter Fleischersatz für mich!

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Rote Beete in Miso mit Kartoffeln-Erbsen-Wasabi Püree, knuspriger Tofu und schwarze Pfeffer Sauce mit Frühlingszwiebeln

Zutaten für vier Personen:

1 grosse rote Beete

15g Hatcha-Miso

2 EL Honig

2 EL Orangenabrieb

2 EL Gemüsefond

1 EL Sesamöl

Salz, Pfeffer, schwarzer Sesam

Für das Püree:

3 grosse Kartoffeln

200gr Erbsen (ich hab tiefgekühlte genommen)

250ml Milch

250ml Sahne

Stück Butter

Wasabipaste

Zitronenabrieb

Salz, Pfeffer

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1. Die rote Beete in Alufolie packen und je nach Grosse  dauert das 1 -2 Stunden bei ungefähr 80 Grad im Backrohr weich garen; dann schälen und in vier Scheiben schneiden.

2. Miso, Honig, Fond und Sesamöl mischen und in einer Pfanne leicht erwärmen; die Scheiben darin einlegen. Meine waren ca. 4 Stunden eingelegt.

3. Für das Püree die Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden; weich kochen.

4. In einem Topf 250ml Schlagobers, 250ml Milch und ein grosses Stück Butter erwärmen.

5. Die Kartoffeln abseien und die lauwarme Milch-Schlagobers-Butter-Mischung dazu geben (nicht gleich alles sofort!) und stampfen (Achtung: keinen Pürierstab oder dergleichen nehmen – dann wird das Pürree wie Kleber) bzw. zwerdrücken. Die Erbsen dazu geben. Am Schluss mit Zitronenabrieb und Wasabipaste abschmecken; Salz und Pfeffer.

6. Tofu in Stücke schneiden und in Stärke wenden; in heissem Rapsöl herausbacken.

7. Die Sauce für`s Hauptgericht war die hier.

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Anrichten: Das Püree auf die Teller verteilt anrichten. Die lauwarme rote Beete (ich habe sie im Ofen erwärmt – ganz langsam) dazu und mit Salz, Pfeffer und schwarzem Sesam würzen. Dann den Tofu und die wunderbare Sauce.

An Guata.

eure Isabel

PS: ich möchte mich jetzt schon für etwaige 10000 Rechtschreibfehler oder Fehler im Rezept entschuldigen. Aber ich versorge hier nebenbei ein krankes Kind, einen Hund der raus will … und unserer Wohnung könnte vor dem 24. Dezember (MORGEN!) auch noch ein kleiner Putzteufel gut tun. Ich lass mich nicht stressen: es kommt wie es kommt … und alles wird gut! Schöne Zeit.

 

 

 

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Weihnachtsmenü – fünter Gang. 17.12.2013

Orangensorbet mit Ingwer

4-5 Orangen (ca. 300ml Orangensaft)

1 Limette (Abrieb)

150 g Zucker

Ingwer

200 ml Wasser

1 EL Cointreau

 

Die Orangen auspressen. Die Limetten waschen, abtrocknen und  die Schale abreiben (1 TL).

200 ml Wasser mit Zucker, Limettenabrieb und geriebenem Ingwer im Topf unter ständigem Rühren aufkochen und  den Saft so lange kochen bis er leicht sirupartig eingekocht ist. Den Sirup  kurz auskühlen lassen und als nächstes den  Orangensaft + Cointreau unterrühren! Die Mischung durch ein Sieb gießen  und in der Metallschüssel ab ins Gefrierfach für ein paar Stunden. Nicht vergessen alle 30 Minuten rühren!

 

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Oh. Schon ein bisschen weggeschmolzen! Für ein kleines Dinner würde ich es persönlich eher in einem weniger tiefen Glas anrichten und vielleicht mit einer kandierten Orange servieren. Ihr könnt das Ganze natürlich auch mit Wodka aufspritzen :)

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an Guata.

eure Vanessa

 

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Weihnachtsmenü – vierter Gang. 17.12.2013

Dabei wünsche ich mir einfach einen schönen, gemeinsamen und ruhigen Abend mit gutem Essen und der ganzen, Familie.

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Käsesemmelknödel mit Rotkraut, Pinienkernbrösel und marinierten Trauben

6 Semmel vom Vortag

1/2 Tl Kümmelsaat

1/2 Tl Koriandersaat

2 Schalotten

1 El Butterschmalz

200 ml Milch

2 Eier

1 Eigelb

Salz

Pfeffer

200g kräftiger Vorarlberger Verkäse

1 El Mehl

25 g Pinienkerne

80 g Butter

50 g Semmel Brösel

 

1. Semmel in dünne Scheiben schneiden und in eine flache Schale legen. Kümmel und Koriander in einem Mörser fein zerstoßen und zu den Semmel geben. Schalotten fein würfeln und im heißen Butterschmalz glasig braten. Vom Herd nehmen und dann zuerst die Milch, dann die Eier und das Eigelb unterrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und übe die aufgeschnittenen Semmel verteilen.

 

2. Ausgiebig, gesalzenes, Wasser in einem breiten Top aufkochen lassen. Bergkäse grob reiben. Jetzt die Semmel-Milch-Ei-Masse mit den Händen gut durchkneten, dann das Mehl und den Käse unterkneten. Mit feuchten Händen aus der Masse 6 große bzw. 18 kleine Knödel formen. Ins siedene Wasser geben und bei mittlere Hitze 20 Minuten gar ziehen lassen.

 

3. Pinienkerne in einer Pfanne braun rösten und dann in einer Küchenmaschine zerkleinern. Butter, SemmelBrösel und Pinienkerne in der Pfanne zu Brösel verabeiten.

 

Omas Rotkraut

 

1 mittelgroßer Kopf Rotkraut

3  rote Zwiebeln

4 EL Preiselbeeren

1/2 l Orangensaft

1/2 l Rotwein

2 EL Butterschmalz

2 EL Zucker

1 EL Rotwein Essig

1 TL Erdäpfelmehl

2 Lorbeerblätter

1 Zimtstange

Salz

Pfeffer

 

 

1. Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Rotkraut putzen, vierteln und den Strunk herausschneiden und ebenfalls in feine Streifen schneiden.

 

2. In einer Pfanne den Butterschmalz erhitzen, Zwiebeln mit dem Zucker zufügen und glasig anschwitzen. Rotkraut beigeben, gut durchrühren und mit dem Orangensaft und Rotwein aufgießen.

 

3. Preiselbeeren, Essig, Lorbeerblätter und die Zimtstange zugeben. Salzen, Pfeffern  und zugedeckt ca. 15-20 Minuten weich dünsten. Zum Schluss noch das Erdäpfelmehl mit etwas  kaltem Wasser verrühren und dem Rotkraut zufügen – so bekommt es einen schönen Glanz.

 

Trauben waschen; in etwas Zucker karamelisieren … mit etwas Weißwein aufgießen. Hitze ausschalten und durchziehen lassen.

 

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Schon Schön. Und Gut!

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eure Sarah.

 

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Weihnachtsmenü – dritter Gang. 12.12.2013

Wer hat schon einen Suppentopf für fünfzig Portionen zu Hause? Habt ihr schon einmal Servietenknödel für so viele Menschen in einem regulären Haushaltstopf gemacht? Schon mal ein Kilo Butter geklärt? Ahhhh. Nicht so einfach. Gut. Wir sind zu Dritt und haben drei einzelne Küchen in denen wir unser Dinner vorbereiten können, aber trotzdem sind die Arbeits- und (!) Ablageflächen eben nicht mit einer Großküche vergleichbar. Noch dazu gehören wir nicht zu den High-Tech ausgerüsteten Kochfreaks. Nein.

Wir haben gelernt: Mis en place!

„Das oder die Mise en Place (französisch, deutsch in etwa an den rechten Ort gestellt im Sinne von Vorbereitung) ist in der Gastronomie die Vorbereitung eines Arbeitsplatzes, sei es in der Küche, im Restaurant, auf der Etage oder an der Rezeption.

Perfekte Mise-en-Place-Arbeiten in den verschiedenen Räumlichkeiten und Bereichen sind eine wesentliche Voraussetzung für einen reibungslosen Servierablauf und erhöhen somit die Produktivität der Servicemitarbeiter bei gleichzeitiger Reduzierung des Stresses. Die Mise-en-Place-Arbeiten hängen im Wesentlichen von der Mahlzeit oder der Veranstaltung ab. Um die Mise en Place zu erleichtern, wird in vielen Häusern mit Checklisten gearbeitet.

In einer Küche beinhaltet eine Mise en Place beispielsweise die Bereitstellung der oft benötigten Gewürze und Zutaten sowie der Arbeitsutensilien in der für den jeweiligen Koch optimalen Anordnung.

Im Servicebereich hingegen ist mit Mise en Place in der Regel das Anordnen von Kerzen, Salz- und Pfefferstreuern sowie Blumengestecken auf den Tischen in restaurantüblicher Art gemeint.“

So viel wie möglich so gut es geht zu Hause vorbereiten um dann am Abend entspannt nur noch die Dinge zusammen zu fügen.

Allein der Gedanke ans Weihnachtsdinner macht mich schon nervös: Perfekt soll es sein! Baum geschmückt und die Geschenke verpackt. Tisch gedeckt und Kerzen überall. Die Küche am Besten immer während des Kochens schon wieder sauber machen und natürlich sollen alle gut umsorgt sein und sich alle wohl fühlen. Für mich sind diese Vorsätze meistens ein Vorbote zum Desaster: nix wird perfekt. Heulen. Tränen. Wut. Wunderbare Stimmung Ade. Darum habe ich irgendwann angefangen los zu lassen und mich von ganz viel Druck zu befreien. Und: die Liste!

* Schreibt Euch schon ein paar Wochen (jetzt wäre höchste Zeit) vorher eine To-Do Liste: Was muss ich noch organisieren und wann? Wo noch was bestellen? Was verpacken? Wo ist der Christbaumschmuck? Was koche ich wann?

* Vorbereitung: ganz viele Speisen (zumindest aus unserem Menü) könnt ihr super vorbereiten!

* Rollenverteilung: Was wünscht ihr euch von diesem Tag oder Abend? Wer macht was? Noch in friedlicher, entspannter Stimmung die Aufgaben verteilen!

* Der Nachmittag vor dem Abend: alle die nicht Kochen -> Raus mit Euch! Bei uns kocht heuer zum ersten Mal mein Mann, also habe ich beschlossen am Nachmittag mit Kind und Hund einen entspannten Nachmittag zu machen. So kann Papa ganz in Ruhe kochen und ist nicht durch ein Kind, dass an seinem Unterschenkel zerrt gestört.

* Ach ja: ein Glas Champagner bringt`s immer!

* Und: Alles wird gut!

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Lauwarmer Mangold-Kräuterseitlinge Salat mit Haselnüssen

Rezept für sechs Personen

200 g Mangold

2 Schalotten

2-3 große Kräuterseitlinge

30 g Haselnüsse

etwas cremig gerührten Sauerrahm

Abrieb einer Biozitrone,

Salz

Pfeffer

Butter

Rapsöl

Haselnussöl

1. Mangold gründlich waschen und trocken schleudern, dann den weißen Teil  in kleine Würfel schneiden und die grünen Blätter in Streifen. Schalotten ebenfalls fein würfeln.

2. In einer Pfanne etwas Butter mit einem Schuss Rapsöl erhitzen und die Schalotten auf kleiner Flamme, langsam glasig braten (ca. 10 min.). Währenddessen die Kräuterseitlinge in  Streifen schneiden und zur Seite stellen. Wenn die Schalotten schön glasig sind, die  gewürfelten Mangoldstücke dazu geben und nach ca. 2-3 min. die grünen Mangoldblätter beimengen. Kurz umrühren. Deckel drauf und den Mangold in der Pfanne zusammenfallen lassen. Funktioniert auch super mit: Deckel drauf. Flamme aus. Resthitze tut ihr Ding

3.  In einer anderen Pfanne etwas (geklärte) Butter  erhitzen und die Kräuterseitlinge anbraten. Etwas salzen und pfeffern.

4. Haselnüsse in einer Pfanne rösten und in einer Küchenmaschine zerkleinern.

5. Kurz vor dem Anrichten den Mangold mit Zitronenabrieb,  Salz und Pfeffer würzen.

6. Anrichten: etwas Mangold, darauf die Pilze, Nüsse, Sauerrahm und etwas Haselnussöl!

An Guate.

eure Sarah.

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Weihnachtsmenü – zweiter Gang. 11.12.2013

Beim Zusammenstellen des Menüs ist uns einfach keine wirklich, tolle Suppe eingefallen. Unkreativ. Nix da. Dann dachten wir an eine klassische Lauch-Karoffel Apfel Suppe. Geht aber nicht, weil es gibt in der Hauptspeise schon Püree. Zu viele Kartoffeln. Weiter denken! Rotkrautsuppe, irgendwas mit Maroni … oder doch noch den letzten Kürbis? Nein. Geht auch nicht.

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Karotten Orangen Suppe mit Korianderöl.

Gemüsesuppe

1 Bund Suppengemüse

1 Gemüsezwiebel

1 Stück Ingwer

1 Stück Zitronengras

1. Zuerst die Gemüsesuppe (ich mach die immer schon Tage vorher und auf Vorrat! Kann man super in Eiswürfelbeutel einfrieren und dann Portionsweise, auch zum Würzen, verwenden)

2. Ungeschälte Zwiebel in die Hälfte schneiden; in einem großen Topf Rapsöl geben und die Zwiebel daran scharf anbraten. Das Suppengemüse den Ingwer und das Zitronengras (drauf klopfen!) dazu geben

3. Mit Wasser aufgießen und das Ganze mehrere Stunden köcheln lassen; im Notfall noch mal Wasser dazu geben. Ihr braucht für 4 Personen ca. 600ml

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Die Suppe für 4 Personen

Rapsöl, Sesamöl

1 Gemüsezwiebel

ein kleines Stück Ingwer, eine kleine Knoblauchzehe, kleines Stück Chili

eventuell Zimt

300g Karotten

1 Bioorange

1 Bund Koriander

 

1. Etwas Sesamöl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln langsam (zehn Minuten) und mit Geduld weich dünsten (ohne Farbe!!!), klein geschnittenen Ingwer und klein geschnittene Chili dazu geben

2. Karotten schälen und klein schneiden; auch kurz anbraten … das Ganze dann mit dem Gemüsefond aufgießen und das Gemüse weich kochen lassen

3. Pürieren und abschmecken (ich habe die Suppe erst kurz vor dem Servieren abgeschmeckt; falls ihr sie also am Tag vorher oder so macht – würde ich Euch das auch empfehlen): Orangensaft und Orangenabrieb dazu geben, Salz, Pfeffer. Mehr braucht es gar nicht!

4. Koriander waschen und gemeinsam mit etwas Sesamöl zu einer Masse verarbeiten mit Orangenabrieb (Zitrone tut es auch) abschmecken und die Suppe jeweils mit einem Klecks dekorieren!

An Guata!

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Viel Spass und Freude beim Nachkochen!

eure Isabel

 

 

 

 

 

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Weihnachtsmenü – erster Gang. 09.12.2013

Bei einer kleinen Umfrage im Bekanntenkreis habe ich festgestellt: entweder es gibt Würstel mit Kartoffelsalat, Fondue oder das große mehrgängige Weihnachtsmenü! Was kocht und backt ihr so?

Wir feiern heuer das erste Mal als kleine Familie: Mann, Frau, Kind und Hund. Dazu gibt es noch eine Premiere: der Mann kocht! Meine Schwestern und ich sind in einem Gasthaus aufgewachsen, mitten in den Bergen direkt im Skigebiet und so waren unsere (ruhigen) Feiertage eigentlich immer die mühsamste Zeit des Jahres: gegessen wurde das Menü, dass auch die Hotelgäste bekommen. Die Tafel der Familie war einfach auch mitten im Gastraum. Unsere Eltern waren immer nur kurz zum Essen am Tisch und dann schon wieder weg um die Gäste zu bewirten. Die Bescherung dauert genau fünfzehn Minuten inklusive schrecklichem Gesang (keiner konnte den Text bzw. nach der ersten Strophe „Stille Naaaaacht …“ war es auch schon wieder vorbei) und Familienphotos. Danach mussten wir (die Kinder) immer noch von Tisch zu Tisch gehen inklusive Knicks, „Frohen Weihnachtswünschen“ und Gastgeschenk. Ein Alptraum! Wirklich!

So richtig Weihnachten habe ich eigentlich zum ersten Mal mit Mitte Zwanzig in Wien mit vielen Freundinnen und Champagner gefeiert. Gemeinsam Baum kaufen. Kochen und Essen. Gemütliche Bescherung inklusive Betrinken. Und: ohne Streit! Kein lautes Wort – nur gemütliche, friedliche, festliche Stimmung. Das wünsche ich mir jetzt auch für mein Kind.

Welche Weihnachtsrituale habt ihr denn so?

Und was kocht ihr traditionell? Oder gibt`s jedes Jahr ein anderes Menü?

Um es Euch ein bisschen leichter zu machen werden wir die Rezepte unseres „Vegetarisches Acht Gänge Menü“, welches wir am 23. November in der Betonküche gekocht haben, online stellen! Wir freuen uns wahnsinnig über euer Feedback!

Weihnachten 2013! Wir sind bereit.

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der erste Gang.

Baguette vom Joseph mit Fromage de Langres, Babyspinat und Walnuss-Kresse-Salsa

Babyspinat

Fromage de Langres (ist ein weicher Kuhrohmilchkäse! Wir haben ihn bei den tollen Dame hier gekauft!)

Baguette

75 g getrocknete Cranberries

20 g Walnüsse

1-2 EL Walnussöl

Pfeffer

Meersalz

ca. ½ Packung Kresse

Butter oder braune Butter zum Anbraten

 

Das Baguette in Scheiben schneiden und eine Seite in Butter (oder brauner Butter) anbraten (ihr könnt sie natürlich auch mit Olivenöl bestreichen und im Backrohr anbräunen lassen).

Käse in Scheiben schneiden und Babyspinat waschen.

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Für die Salsa:

Die Walnüsse fein und die Cranberries grob hacken mit Walnussöl vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Kresse unterrühren.

Anrichten:

Auf das angebratenen Brot den Käse geben und darüber den Babyspinat und die Cranberries / Kresse

Salsa verteilen … am Schluss noch ein paar Tropfen Walnussöl!

 

Voila!

eure Isabel, Vanessa und Sarah

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Frau Lehrerin! 18.11.2013

Lustig. Zuallererst weil wir die Einzigen nicht professionellen BäckerInnen, KöchInnen, KonditorInnen und co waren. Schock!

Zweitens also: Was sollen wir den lieben Foodbloggern beibringen? Wahrscheinlich sind mindestens fünzig Prozent der TeilnehmerInnen besser BäckerInnen und KöchInnen als wir.

Drittens: die Technik wollte irgendwie nicht so wie wir. Die Backöfen vielen immer wieder aus. Die Herdplatten waren wohl überfordert. Stromausfall.

Aber: Der Einkauf wurde von Dani und Nina für uns erledigt. Welch Luxus!

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Auf unserem Menüplan standen:

Sauerrahmknödel mit Apfelkompott

Peanutbutterchups mit selbstgemachtem Fleur de Sel Karamell

Natas mit selbstgemachter Puddingfüllung

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Hoch motiviert wurden wir schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt: die Technik! Ein Karamell lässt sich eben nicht auf einer Herdplatte machen die zehn Minuten funktioniert und dann wieder zwanzig Minuten eiskalt ist. So musste unsere arme Sarah nach knapp eineinhalb Stunden „Rühren und Erklären“ aufgeben:

„Tut mir leid, Leute! Aber das Karaemll wird heute wohl nichts“

Mit ihren Natas stand Vanessa vor einem ähnlichen Problem: der Pudding wollte eben mit Strom aus / Strom an nicht wirklich etwas werden. Schlussendlich konnten aber doch zwei Formen in den Ofen geschoben und dann auch verspeist werden.

Während meine Schwestern also geduldig rührend an den Herdplatten standen kümmerte ich mich um meine Sauerrahmknödel und das Apfelkompott. Wie durch ein Wunder wurde dann zumindest bei mir alles gut. Aber schick waren wir alle Drei.

DANKE an Pia für die superen Schürzen.

DANKE an Freiland für die lässigen T-Shirts!

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Sauerrahmknödel mit Apfelkompott

Für die Knödel:

125gr weiche Butter

150gr feinen Zucker

2 Eier (M) Raumtemperatur

300gr Sauerrahm

130gr Mehl

1/2 TL Natron

1 TL Backpulver

zwei Biozitronen

1 Vanillestange

1. Backrohr auf 160 Grad vorheizen

2. Butter, Mark einer Vanilleschote und Zucker cremig rühren

3. Jedes Ei einzeln mit dem Mixer auf niedrigster Stufe unterrühren

4. 100gr Sauerrahm unterheben

5. Mehl, Natron, Backpulver vermischen und sieben; langsam mit einem Holzlöffel unterheben!

6. In eine Backform (ich habe eine Kastenform genommen) geben und ab damit ins Backrohr. Für etwa 20 – 30 min.

Tipp: meine Kastenform war aus Silikon und ca. 20cm lang – da hat der Teig ca. 30 Minuten gedauert. In einer längeren Backform verkürzt sich die Zeit entsprechend. Der Teig sollte durch sein aber nicht wirklich Farbe angenommen haben!!

Kuchen vollständig auskühlen lassen; mit den Händen grob zerkleinern und dann in der Küchenmaschine fein zerkleinern.

7. Den restlichen Saurrahm mit dem Abrieb von zwei Zitronen vermischen und langsam beginnen unter die Kuchenmasse unterzuheben: der Teig sollte „gatschig“ sein, aber ihr solltet eben damit auch noch Knödel formen können. Aus diesem Rezept bekommt ihr ca. 30 kleine Knödel heraus!

8. 100gr Haselnüsse in der Pfanne ohne Fett anrösten und dann in der Küchenmaschine zerkleinern. 100gr Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, Brösel dazu … am Schluss die Haselnüsse.

Die Knödel in den Bröseln wälzen. Und fertig.

Tipp: Ihr könnt die Knödel bzw. Teigmasse nach euren Wünschen aromatisieren: ein bißchen Weihnachtlich: Rum oder Zimt dazu? Vielleicht Orangenabrieb und ein wenig Cointreau? Ihr könnt auch statt dem Sauerrahm Creamcheese verwenden. 

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Apfelkompott

1 kg säuerliche Äpfel

1 EL brauner Zucker

1 Zimtstange

2 – 3 Nelken

3 Sternanis

3 dünne Scheiben Ingwer

2 Zitronen

(Vanilleschote aus dem Teigrezept)

1. Apfel schälen / oder eben auch nicht und in kleine Würfel schneiden

2. Äpfel mit den Gewürzen und dem Saft der Zitronen in einen Topf geben; etwas (ca. 1/8l Wasser) dazu geben und langsam aufköcheln und weich kochen lassen.

Tipp: Ich habe mir die ausgekratzte Vanilleschote, aus dem Kuchenrezept aufbewahrt und dazu gegeben. Ingwer gibt dem Ganzen noch einen eigenen Kick (muss aber nicht sein).

3. Am Schluss noch einen Schuss Apfel- oder Birnenschnaps, sowie den Abrieb einer halben Zitrone dazu geben. Fertig.

Anrichten und Geniessen!

Peanutbuttercups (leider ohne Photo)

Zutaten für 12 Cups bzw. 24 Cups in Pralinengröße:

200 g Vollmilch-Schokolade
2 Tl Butter
3 El Erdnussbutter (crunchy)
3 EL Kekskrümel (am liebsten Volkorn)
etwa 1 gehäufter EL Fleur de Sel Karamell

1.    Die Schokolade zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen.
2.    Ein Muffinblech mit den Förmchen auskleiden.
3.    Die Böden der Muffinförmchen mit einem gehäuften Teelöffel ge der geschmolzenen Schokolade füllen (bei den Pralinenförmchen, etwas weniger).
4.    Die Erdnussbutter in einem Topf schmelzen lassen und mit den Kekskrümeln verrühren.
5.    Dann von dieses Gemisch wieder ein gehäufter Teelöffel auf die Förmchen verteilen, darüber gibt’s noch einen Teelöffel Fleur de Sel Karamell und zum Schluss wird das ganze wieder mit einem gehäuften Teelöffel Schokolade abgeschlossen. Folie darüber und für mindestens 2 Stunden kalt stellen.

Das Karamell-Rezept findet ihr hier!

Es war uns eine Freude!

eure Isabel, Sarah und Vanessa.

 

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Heiliger Joseph! 10.11.2013

Eigentlich war ich zur Eröffnung eingeladen, aber mein Kind und ein Friseurbesuch haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und so verbrachte ich den Abend allein (ohne Essen!) am Sofa mit einem schwer hustenden Kind im Nebenzimmer. Statt mit den Lässigen (Martin Fetz! Ja! Du!) und Wichtigen der Stadt gutes Essen zu geniessen.

Egal!

Die ganze Woche habe ich mich dann, aus Angst vor einer laaaangen Schlange, nicht hin getraut. Aber: ich war soooo wundrig (= Vorarlbergerisch für „neugierig“). Heute (Sonntag) war es dann soweit.

„Joseph! Wir haben keinen Kaffee mehr zu Hause!“

Ich fahr schnell los und hol dem Mann und mir zwei Coffee to go. Und ja: vielleicht ein paar süsse Kleinigkeiten.

BAM!

Der erste Eindruck: ich mag das Joseph Bistro! Man sitzt irgendwie eng beieinander und es ist laut. Aber das stört mich nicht. Die Kellner und Verkäufer sind mehr als freundlich! Das allein ist für Wien schon der ultimative Pluspunkt.

Und dann: das Brot! Ok! Eh gut! Aber: Mandelcroissants! Die BESTEN die ich je gegessen habe! Ich konnte mich nicht beherrschen und hab das kleine Ding gleich im Auto genossen.  Die Patisserie!

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Danke: Viola Bachmayr-Heyda. Eine Bludenzerin (ja! Vorarlbergerin!) von der ich vorher noch nie gehört habe, die aber augenscheinlich in die Schule von Pierre Reboul (ehemals: Cafe Zentral und Orlando di Castello) gegangen ist und jetzt die Konditorenszene in Wien hoffentlich aufmischen wird! Merkt Euch den Namen! Ich finde, dass die Joseph-Süssigkeiten in der Naglergasse ganz starken Qualitätsschwankungen unterlegen sind, aber wenn jetzt diese Frau das Ruder in die Hand nimmt. Dann kann es nur sehr sehr gut werden.

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Auf dem Bild (leider habe ich mir nicht alles genau gemerkt): Linzerirgendwas, Schokoküchlein, Brandteigkrapfen aufgetürmt mit Powidl und Mohn, Kriecherl-Meringue-Tartes: der butterige Mürbteig, die Säure!!! Ahhhhh!, dann noch was mit Holler. Ein Traum! Schon Schön und soooo gut!

Kleiner Nachtrag nachdem die ganze Familie von (fast) allem gekostet hat: die Kriecherltarte hat alle überzeugt (bis auf den Mann: aber der isst nicht so gerne sauer Süsses); das weisse Törtchen mit dem Holler – schmeckt wie Luft nur besser! Der Schokokuchen – eine Art Brownie – ist uns allen ein bißchen zu heftig. Also nicht falsch verstehen: schmeckt super aber uns fehlt ein bißchen was Fruchtiges. Wir haben ihn dann einfach teilweise im Holler getunkt. Linzertörtchen hat der Mann verweigert: weil Nuss! Ich fand: genauso muss es schmecken. Das Mohn-Powidl-Brandteigkrapfen-Lila-Törtchen: supergut. Die lila Glasur ist unglaublich süss … dann kommt aber der leicht säuerliche Powidl (und ich glaube Pudding war auch drinnen) daher und macht eben alles wieder passend. Das Sachertörtchen steht noch im Kühlschrank und wird heute Abend verspeist.

Mich würde natürlich auch euer feedback interessieren: Schmeckt`s?

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Sachtertörtchen für zwei!

Lieber Joseph! Liebe Viola!
Darf ich bitte einen Tag die Woche bei Euch mit arbeiten? Mäuschen spielen? Lernen? Bitte! Ich mach alles!

Über die Bistroküche kann ich (noch) nichts sagen, obwohl ich die zwei Köche Christian Mezera und Christoph Fink schon persönlich kennen gelernt habe und nur sagen kann: bei zwei so Verrückten – im positivsten Sinn – kann eigentlich nix schief gehen. Beim Abschluss-Feldküche Dinner in Wien haben sie einen grandios, einfachen Brotsalat (Untertreibung des Jahres: allerhand Gemüse in unterschiedlichster Verarbeitung und tolles Einkorn) gemacht. Aber die kleinen, magischen Süssigkeiten haben es mir schon angetan. Und das Mandelcroissant hat eindeutig Suchtpotenzial.

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Beim „Joseph“ scheiden sich ja die Geister (ihr müsst nur mal die Standard Postings zu Severin Cortis Artikel lesen): die Einen finden sein Brot und das Marketing Konzept dahinter grossartig und haben kein Problem damit für einen Laib Brot sechs oder acht Euro zu bezahlen. Andere finden das eine einzige Bobo-Hütte und verstehen überhaupt nicht wie sich Menschen für Brot anstellen können.

Ich sag nur: ich mag den Joseph! Ein verrückter Typ (ganz klar: muss man auch sein, wenn man in Wien mit einer Brotboutique startet und der Stadt jetzt das vielleicht lässigste und unkomplizierteste Bistro schenkt. Was das alles kosten muss, Leute!), der es offenbar versteht die richtigen Menschen zusammen zu führen und eine Vision hat die er nun ohne grosse Kompromisse umsetzt.

Eine Bereicherung für Wien.

Du kleines Dorf wirst doch vielleicht irgendwann eine Grossstadt!

Schönen Sonntag!

Tollen Wochenbeginn!

eure Isabel

PS: ich wollte ja eigentlich heute einen Schoko-Birnen Clafoutis backen und das Rezept dann online stellen. Nach dem wir jetzt aber diese, kleinen, feinen Törtchen verspeist haben, wird das ganze auf nächste Woche verschoben.

PPS: hier noch mehr Photos vom Joseph! Hatte leider keine Zeit das Lokal zu photografieren!

PPS: ich habe heute auch miterlebt wie ein Vater zu seinem Sohn, und das vor der Patissiere, sagte: „5.90 Euro für ein Eclair! Na bumm, da kriege ich ja andersowo ein ganzes Mittagsmenü!“ Da musste ich natürlich sofort einspringen: klar! Ist nicht billig! Soll es auch nicht sein! Aber wisst ihr wie viele Arbeitsschritte so ein kleines Eclair ausmachen? Wisst ihr wie viel gute Schokolade, gscheide Zutaten, Bioeier etc. kosten? Und sollte nicht auch die Arbeit eines Profis (einer Künstlerin) geschätzt und auch bezahlt werden? Und lieber gönne ich mir einmal die Woche etwas aus der feinen Patisserie der Frau Bachmann-Heyda als jeden Tag ein grausiges, aufgebackenes, süsses Irgendwas vom Industriebäcker. Danke! Und JA! das habe ich so auch 1:1 zu dem Papa gesagt!

 

 

 

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Belohnung! 27.10.2013

Steht so einiges Andere auf unserem Stundenplan. Ja! Ihr wisst es wahrscheinlich schon: wir bauen uns im POC ein kleines Backlaboratorium unsere „Schwester“ und da ist eben noch so einiges zu tun. Derzeit suchen wir gerade neue Schürzen, diskutieren über die schönsten Teller und welche Farben die Fliesen jetzt haben sollen. Warten auf unsere Küchenteile und müssen nächste Woche zum grossen schwedischen Einrichtungshaus ein paar Küchenkasten kaufen.

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Hier seht ihr meinen (zehnter Versuch?) Plan unserer kleinen Küche!

Die Eröffnung liegt übrigens in den Händen eines kleinen Mannes: der Sohn von Robert (der vom POC) und seiner wunderbaren Frau Petra soll nämlich in den nächsten zwei Wochen auf die Welt kommen und dann wird das Kaffee zwei Wochen zu- und hoffentlich danach mit uns wieder aufgesperrt.

Natürlich überlegen wir was es wann bei der kleinen „Schwester“ zu essen und trinken geben soll: Frühstück? Suppen? Salate? Snacks? Süsses? Selbstgemachte Limonade? Ingwer-Limetten Tee? Und und und.

Das Schlimmste natürlich: die neuen Rezepte müssen auch irgendwie erprobt und getestet werden. Zuerst einmal nur von uns (Gemein! Oder?) aber ganz bald sind wir dann in täglichem Kontakt mit euch und freuen uns ehrlich gesagt RIESSIG auf diesen Austausch: was wünscht ihr euch für die neue „Schwester“? Wie soll sie schmecken? Welche Klassiker soll es unbedingt geben? Was können wir noch besser machen?

Den Apfelkuchen wird es auf jeden Fall schon mal im Herbst / Winter bei uns geben. Das Originalrezept habe ich von hier.  Und nur ein bisschen abgewandelt.

 

Apfelkuchen mit weisser Schokolade

Zutaten für eine rund 20cm Backform

250gr weiche Butter

110gr brauner Zucker

100gr weisse Schokolade

4 Eier (Zimmertemperatur)

1 Vanilleschote

100gr gemahlene Mandeln

220gr Mehl

1 TL Zimt

1 TL Backpulver

1/2 TL Kardamom

1/2 TL Salz

4 grosse Äpfel

4 EL Milch

Saft und Abrieb einer Biozitrone

 

1. Backofen auf  180 Grad vorheizen

2. Äpfel schälen und zwei davon in schmale Stücke schneiden. Die restlichen zwei in mittelgrosse Würfel. Verlasst euch auf euer Gefühl – die kleinen Stücke sollen in den Teig und ihn saftig machen, die Grossen wiederum oben aufliegen und ihn schon aussehen lassen. Die Äpfel mit etwas Zitronensaft und Zitronenabrieb marinieren.

3. Weisse Schokolade langsam über dem Wasserbad schmelzen lassen

4. Zucker, das Mark einer Vanilleschote und Butter mit dem Mixer schaumig rühren; ein Ei nach dem anderen vorsichtig unterrühren … dann die leicht abgekühlte Schokolade unterheben

5. Die trockenen Zutaten (auch die Gewürze und die Mandeln) in einer extra Schüssel vermischen und dann mit einem Kochlöffel vorsichtig unter die andere Masse unterheben (nicht zu viel mixen und rühren)! Dann noch die Milch unterrühren. Am Schluss die Apfelstücke unterheben und den Teig in einer ausgefetteten Form verteilen und glatt rühren. (TIPP: ich habe einen Teil des Teiges auf die Seite getan bevor ich die Äpfel dazu gegeben habe – diesen habe ich wiederum am Schluss in die Form gegeben; glatt gestrichen und dann die Apfelscheiben drauf!)

6. Apfelscheiben schön auf dem Teig verteilen. Leicht eindrücken und ab damit für ca. 50 Minuten ins Backrohr.

Mit Staubzucker bestäuben und UNBEDINGT mit Vanillesahne geniessen.

 

Viel Spass.

eure Isabel

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Bananabread! 07.10.2013

Ha! Aber am Freitag hat sie sich bei einem Freund mit einer ganz gemeinen Augenentzündung und einem Schnupfen angesteckt. Jetzt leidet die Kleine mit einem verklebten, ekeligen Auge und einer Rotznase. Dabei ist die kommende Woche ganz wichtig für uns. Oder wahrscheinlich eher für mich! Ilvie kommt in den Kindergarten und in drei Wochen geht meine Karenzzeit zu Ende und ich beginne wieder zu arbeiten.  Das ist also unsere letzte Woche gemeinsam: gemütlich Morgens ohne Stress aufstehen, unsere morgentliche Entdeckungstour durch die Nachbarschaft mit Kaffee trinken, Croissant essen und Spielplatz gehen. Ich weiß:  ich bin gerade theatralisch, aber ich kann nicht glauben, dass mein 17 Monate altes Mädchen jetzt schon weg von mir soll und wir einfach nicht mehr 24 Stunden und sieben Tage die Woche zusammen sein können.

Ja! Ich weiß: Kindergarten wird super für sie! Neue Kinder, soziale Kompetenz … und ja! auch für mich wieder ein bißchen mehr Selbstständigkeit, vielleicht so gar mehr Zeit für mich!

Bevor sie geboren wurde war ich noch eine der Frauen die immer gesagt hat: so schnell wie möglich in den Kindergarten! Und ich so schnell als möglich zurück in die Arbeit. Aber je näher dieser Tag X kommt, desto mehr möchte ich mich mit ihr unter eine Decke verkriechen und sie festhalten und beschützen bis sie mindestens dreissig ist. Scheisse! Mir steigen schon wieder die Tränen in die Augen.

Ich bin einfach ganz anders aufgewachsen: meine Mama hat zwar immer gearbeitet, aber da ich (wir) in einem grossen Gasthof aufgewachsen sind war sie eben auch immer da. Und in den Kindergarten bin ich überhaupt erst mit vier oder fünf. Klar, dass ich dort sowieso schon fast jedes Kind kannte; immer allein zu Fuss hingehen konnte und das wunderschöne alte Holzhaus mit dem großen Garten einfach ein schöner Ort war. Überhaupt: das Dorfleben! Mit drei Jahren habe ich mich einfach von der Mama verabschiedet und bin zu meiner Oma spaziert oder zu Freunden gegangen.

Meine Freundin Elke, deren Tochter Lola inzwischen schon sechs (oder doch sieben?) ist, hat mir schon erzählt wie wichtig und schwierig aber auch unbedingt notwendig dieses Loslassen ist (ha! und das hört ja nicht auf!). Aber wie lässt man sein Kind los? Elke hat, als ihre Tochter mit einem Jahr ganztags in den Kiga und sie arbeiten ging, zwei Wochen lang jeden Tag im Auto geweint, als sie die Kleine (die dort sehr sehr glücklich war) abgegeben hat. Steht mir das auch bevor?

Bitte: wie lässt man sein Kind los?

Egal. Wieder zum Essen!

Auf jeden Fall brauchte der Sonntag einen Kuchen!  Beim „Feinkoch“ ist gerade unser (also genauer gesagt Sarahs) Bananabread Rezept erhältlich! Aber ich habe mein Eigenes und das schnell nachgebacken.

Bananabread

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Zutaten:

2 Eier

80 ml Buttermilch

110 ml  Rapsöl

2 zergatschte Bananen

150gr brauner Zucker

350gr Mehl

1/2 TL Salz

1 TL Natron (bitte nicht durch Backpulver ersetzen – Buttermilch braucht Natron)

eine Handvoll gerösteter Pekannüsse (muss nicht sein; könnt ihr auch durch andere Nüsse ersetzen)

1 TL Zimt

 

Ofen auf 165 Grad vorheizen

1. Die trockenen Zutaten vermischen

2. Die Eier leicht mit dem Öl und der Buttermilch verquirlen; dann die zergatschten Bananen dazu geben und noch mal – am Besten mit einem Hölzlöffel – grob vermischen. Dann die trockenen Zutaten und die Nüsse dazu geben.

3. Eine Kastenform mit Butter einfetten (ich gebe eingentlich immer Backpapier auf den Boden) und den Teig hineingeben. Gleichmässig verteilen. Für ca. 50 Min im Ofen backen. Stäbchenprobe nicht vergessen.

Wir haben ihn gestern ganz pur genossen; ihr könnt aber natürlich ein Creamcheesefrosting darüber geben oder vielleicht einfach etwas Schlagsahne und Karamell?

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Bäckerin Sarah hat übrigens eine so grossartige Tarte gemacht die wir unbedingt wieder auch für Euch backen müssen: Pekanmürbteigtarte mit einer Kokos-Weisse-Schokolade-Ganache und dunkler Schoko. Ein Traum.

Der Herbst ist da! Und laut Zeitung soll am Mittwoch der Winter beginnen? Sag: spinnen die?

eure Isabel